SCHAUSPIEL

Love Letters

von A. R.Gurney

Premiere: 10. Januar 1995
Kleines Theater Landshut

Inszenierung und Ausstattung: Gil Mehmert

Mit: Rudi Knauss, Leonie Thelen 


Pressestimmen

„Eine Lesung? Eine simple Liebesgeschichte des Amerikaners A. R. Gurney? Beides und doch viel mehr – Theater der Stimmen und der Mimik und somit weit wirkungsvoller als ein Hörspiel. Leonie Thelen und Rudi Knauss ziehen das Publikum in den Bann dieser an sich recht alltäglichen Liebesgeschichte, die im Grunde jeder irgendwann, irgendwo zumindest teilweise ähnlich erlebt haben kann. Zwei mögen sich, zwei liebe sich und kriegen sich doch nicht, weil sie sich selbst im Wege stehen. Schon als Kinder schreiben sich Melissa und Andy die ersten Liebesbriefchen, obwohl sie doch keine Zettelchen schreiben dürfen. Und eben dieses eindringlich wiederholte Verbot signalisiert in Gil Mehmerts sensibler Inszenierung die psychologische Interpretation: Trotz materieller Unabhängigkeit bleibt das Gefangensein in familiären Strukturen, vererbt oder  milieubedingt.“
Mittelbayerische Zeitung

„Mit der inneren Leere, die Melissas Selbstmord zurücklässt, weiß er umzugehen. Die amerikanische Botschaft der Political Correctness siegt nach außen. Innen bleibt der zarte Nachhall einer stilisierten Liebesbeziehung, ein letzter Beweis der Regie, mit schauspielerischer Qualität und musikalischer Verdichtung den Absturz ins kitschige Melodram zu vermeiden.“
Landshuter Wochenblatt

„Allerdings ist ‚Love Letters’ kein Theaterstück der üblichen Art, denn auf der Bühne passiert fast nichts. Trotzdem ist es kein handlungsarmes Stück, denn die Handlungspielt sich zwischen den Zeilen und in den Köpfen der Zuschauer ab. Leonie Thelen und Rudi Knauss verwandeln die Monologe in Zustandsdialoge. Das Publikum erfährt Details über die berufliche und familiäre Situation, über ihr Gefühlswirrwarr, über Eifersüchteleien, Tagträume, Wünsche – und das Kino im Kopf, von Regisseur Gil Mehmert behutsam und wunderschön in Szene gesetzt,f unktioniert.“
Landshuter Zeitung