SCHAUSPIEL

Die Gunst der Stunde

von David Mahmet

Premiere: 4. August 1998
Theater Der Keller, Köln

Inszenierung und Bühne: Gil Mehmert
Kostüme: Steffi Bruhn
Licht: Björn Gerum

Mit: Daniel Berger, Stefan Gebelhoff, Jeanne Tremsal 


Pressestimmen

„Regisseur Gil Mehmert hat seine Figuren scharf umrissen. Die Bühne erinnert mit ihrer Seitenperforation an einen Filmstreifen. Mehmert jongliert mit absurden Tupfern. Inmitten des unschönen Büroambiente darf der böse Blick auf eine unheilvolle Welt Wetterleuchten: ein kleines, böses Stück über den Zynismus, über die Korruption und die rigorose Kommerzialisierung des Films.“
Kölner Stadtanzeiger

“Gil Mehmert versucht gar nicht erst das Abgeschmackte seines Sujets zu verbergen: In einer 70er-Jahre-Bude mit rot-orangenem Blumenteppich spulen sich seine Helden in Allmachtsphantasien hoch. [...] Doch sorgt er auch dafür, daß Mamets Stück mehr ist als die Mär vom Sündenpfuhl Hollywood, den ein idealistisches Landei zu Fall bringt. In seiner Inszenierung ist alles Persiflage. [...] Filmmusiken unterstützen den komischen Effekt, den die linkisch-dumme Selbstdarstellung hat. Und Regisseur Mehmert bringt mit der akustischen Untermalung auch die viel beschworene Musikalität in Mamets Sprache zur Geltung. In genau abgezirkelten Choreographien prallen die harten Sprachfetzen auf einander, ergänzen Gestik und Bewegung den Rhythmus der abgebrochenen Sätze und inhaltsleeren Worthülsen - flott und mitreißend witzig für das Publikum.“
Kölner Stadtrevue